Lebenszeit

Was ist mir wichtig an Schule und im Beruf?

Auch wenn sich die Gestaltung der Schultüten, der Lernmaterialien und das Aussehen der Schulkinder ständig verändern, bleibt die Aufgabe der Schule doch gleich: Wissen vermitteln und auf das Leben und den Beruf vorbereiten. Haben sich alle Schülerinnen und Schüler ihren Weg durch Fächer wie Mathe, Sport, Erdkunde oder Kunst gebahnt, gilt es am Ende, für sich „das Besondere“ im Leben und Beruf zu finden. Erinnerungen an die Schulzeit, gute wie schlechte, bleiben das ganze Leben bestehen.


Unbekannte Schätze aus dem Depot


IN01852.1_01_3.3.Lebenszeit_Schule und Beruf_Material Schmiedeausbildung
Inventarnummer 01852.1
Objektbezeichnung Berufskundliche Druckgrafik (Schmied)
Datierung 1933
Material Papier
Breite / Länge 81 cm
Tiefe  
Höhe 63,5 cm
Durchmesser  
Sammlungszusammenhang Handwerks-, Handels- und Industriegeschichte; Bildungsgeschichte

Das arbeitskundliche Bild zeigt die Arbeit in einer Schmiede. Abgebildet sind sechs Personen, die typische Tätigkeiten in einer Schmiedewerkstatt ausführen, wie das Schmieden eines Werkstücks, die Herstellung eines Wagenrads oder das Anheften eines Hufeisens bei einem Pferd. Die Abbildung entstammt einer Serie ähnlicher Darstellungen anderer Berufe und diente als Anschauungsbild im berufskundlichen Unterricht. 

Gezeichnet wurde die Schmiedeszene von dem schwedischen Maler, Bildhauer und Illustrator Johan Oskar Urban Rejle (1894 – 1974) im Jahr 1933.


01899a 002_3.3.Lebenszeit_Schule_Beruf
01899-Schreibgriffel Bronze (3)_3.3.Lebenszeit_Schule und Beruf_Bronzegriffel
Inventarnummer 01899a
Objektbezeichnung Konvolut Schreibgriffel
Datierung 70.n.Chr.-3.Jh.n.Chr.
Material Knochen
Breite / Länge 10,5 cm
Tiefe 0,9 cm
Höhe  
Durchmesser  
Sammlungszusammenhang Alltag, Feste und Freizeit; Sozial -und Arbeitsgeschichte

 

Inventarnummer 01899b
Objektbezeichnung Schreibgriffel
Datierung 70.n.Chr.-3.Jh.n.Chr.
Material Bronze
Breite / Länge 10,4 cm
Tiefe 0,5 cm
Höhe 0,3 cm
Durchmesser  
Sammlungszusammenhang Handwerks-, Handels- und Industriegeschichte; Bildungsgeschichte

Als die Römer in das Gebiet an Rhein und Main kamen, verfügten sie bereits seit Jahrhunderten über eine eigene Schriftkultur. Im Alltag nutzten sie häufig Papyrus, Pergament, Holztäfelchen oder Wachstafeln für ihre Korrespondenz. Es wurden aber auch Schriftzeichen in andere Materialien wie Steine oder Keramik geritzt. Der abgebildete Griffel konnte zum Schreiben in Wachs oder in einem anderen Material genutzt werden. Kleine Notizbücher mit einer Wachsfüllung waren weit verbreitet. In das Wachs ließen sich die Buchstaben leicht einritzen. Und brauchte man seine Notizen nicht mehr, wurde das Wachs mit dem kleinen Spatel am Ende des Griffels einfach wieder geglättet. Jetzt stand sie für weitere Notizen wieder zur Verfügung.


02079_3.3.Lebenszeit_Schule und Beruf_Tafel
Inventarnummer 02079
Objektbezeichnung Schiefertafel mit Griffel
Datierung Erste Hälfte 20. Jh.
Material Schiefer; Holz
Breite / Länge 20,2 cm
Tiefe 0,8 cm
Höhe 13,5 cm
Durchmesser  
Sammlungszusammenhang Bildungsgeschichte; Sozial -und Arbeitsgeschichte

02837.1_3.3_Lebenszeit_Schultüte
Inventarnummer 02837.1
Objektbezeichnung Schultüte
Datierung 80er Jahre 20.Jahrhundert
Material Karton; Papier
Breite / Länge  
Tiefe  
Höhe 70 cm
Durchmesser 18,5 cm
Sammlungszusammenhang Alltag, Feste und Freizeit; Bildungsgeschichte

Die Tradition, den Kindern zum Schulanfang eine „Zuckertüte“ zu überreichen, reicht in Deutschland bis ins 18. Jahrhundert zurück. Die frühesten Nachrichten über Zuckertüten stammen aus der Zeit um 1780 aus Thüringen und Sachsen. Vermutlich waren sie viel kleiner als die heute üblichen Süßigkeitentüten zum Schulanfang, enthielten aber schon damals süße Leckereien. Von „Schultüten“ war erstmals um 1910 die Rede, sie wurden ab diesem Jahr auch fabrikmäßig hergestellt. Vermutlich haben damals noch nicht alle Schulkinder eine Schultüte bekommen

Noch heute werden Kinder bei Schulbeginn mit Süßigkeiten und kleinen Geschenken beschenkt. Schultüten können fertig gekauft werden oder werden von den Eltern sowie im Kindergarten selbst gebastelt.


02903a (2)_3.3.Lebenszeit_Schule und Beruf_Jubiläumswimpel
Inventarnummer 02903a
Objektbezeichnung Jubiläumswimpel
Datierung 1937
Material Stoff
Breite / Länge  
Tiefe  
Höhe  
Durchmesser  
Sammlungszusammenhang Firmengeschichte Opel; Biographischer Bezug

Den Wimpel für Fahrrad oder Auto ließ die Firma Opel zu ihrem 75-jährigen Firmenjubiläum 1937 höchstwahrscheinlich in hoher Stückzahl von einer Kölner Firm anfertigen. Der Wimpel trägt die Aufschrift In einem Hufeisen „1862 Opel 1937. 75 Jahre“. Zur Befestigung dient eine geflochtene Schnur mit einer Metallöse am oberen Ende. Auf der umgesäumten Hinterkante des Wimpels befindet sich der Herstellerhinweis „FAHNENRICHTER gegr. 1896 Köln 8“.


03076_3.3.Lebenszeit_Schule und Beruf_Schülermütze
Inventarnummer 03076
Objektbezeichnung Schülermütze
Datierung 1920er Jahre
Material Samt, Leder, Stoff, Gummiband
Breite / Länge 22 cm
Tiefe 24 cm
Höhe 7,5 cm
Durchmesser  
Sammlungszusammenhang Bildungsgeschichte

Die schwarze Schülermütze besitzt einen Lederschirm und einen beige-braunen Gummizug, innen besteht sie aus dunkelblauem Baumwollstoff mit einem brauen Lederring. Bis in die 1930er Jahre waren Schülermützen in weiterführenden Schulen in Deutschland verbreitet, an manchen Schulen trugen auch die Mädchen Mütze. Abhängig vom Schuljahr der Schülerinnen und Schüler unterschieden sich die Mützen einer Schule farblich und mussten zum neuen Schuljahr neu gekauft werden. Sie waren nicht Teil der Schuluniform.

Die schwarze Schülermütze besitzt einen Lederschirm und einen beige-braunen Gummizug, innen besteht sie aus dunkelblauem Baumwollstoff mit einem brauen Lederring. Bis in die 1930er Jahre waren Schülermützen in weiterführenden Schulen in Deutschland verbreitet, an manchen Schulen trugen auch die Mädchen Mütze. Abhängig vom Schuljahr der Schülerinnen und Schüler unterschieden sich die Mützen einer Schule farblich und mussten zum neuen Schuljahr neu gekauft werden. Sie waren nicht Teil der Schuluniform.


IN07839_01_3.3.Lebenszeit_Schule und Beruf_Gesellenstück
Inventarnummer 07839
Objektbezeichnung Facharbeiterprüfungsstück, Gesellenstück
Datierung 60er Jahre 20.Jh.
Material Metall
Breite / Länge 6,7 cm
Tiefe 5,9 cm
Höhe 7,9 cm
Durchmesser  
Sammlungszusammenhang Handwerks-, Handels- und Industriegeschichte; Sozial -und Arbeitsgeschichte; Bildungsgeschichte

Über drei Generationen arbeiteten die männlichen Mitglieder der Familie des Vorbesitzers bei Opel. 1962 begann er dort seine Ausbildung zum Maschinenschlosser und fertige das abgebildete Prüfungsstück 1965 an. 


03243.4_3.3._Lebenszeit_Schule und Beruf
Inventarnummer 03243d
Objektbezeichnung Schere aus Hasenhaarschneiderei
Datierung  
Material  
Breite / Länge 10 cm
Tiefe  
Höhe 29,5 cm
Durchmesser  
Sammlungszusammenhang Handwerks-, Handels- und Industriegeschichte; Regionalbezug

Die Schere (mit dem Monogramm „F“) stammt aus der Rüsselsheimer Hasenhaarschneiderei. Haare von Hasenfellen nutzte man zur Herstellung von Hutfilz. Mit dem Scheren und anderen Arbeiten waren bei der Hutherstellung traditionell weibliche Arbeitskräfte. Die jungen Frauen, die in Heimarbeit oder in Manufakturen arbeiteten, erkrankten oftmals aufgrund des Einsatzes von Chemikalien wie Quecksilber und Arsen, manche starben sogar an den Folgen.


IN03370.10_02_3.1.Lebenszeit_Heimat_Backgammon
Inventarnummer 03370.10
Objektbezeichnung Backgammon- Schach Spiel
Datierung 1970er Jahre
Material Holz; Kunststoff
Breite / Länge 40,2 cm
Tiefe 44,2 cm
Höhe 2,5 cm
Durchmesser  
Sammlungszusammenhang Alltag, Feste und Freizeit; Sozial -und Arbeitsgeschichte

In den Rüsselsheimer Opel-Wohnheimen lebten seit den 1960er-Jahren viele der aus Griechenland, Italien, Spanien, der Türkei und anderen Ländern nach Rüsselsheim gekommenen ausländischen Arbeitskräfte. Eine Privatsphäre gab es in den Mehrbettzimmern mit Doppelstockbetten kaum. Die Menschen lebten auf engstem Raum zusammen und teilten ihren Alltag. Eine beliebte Freizeitbeschäftigung waren für viele Arbeitskräfte Spiele wie z.B. Backgammon oder auch Schach. Das abgebildete Spiel stammt aus einem Opelwohnheim und wurde 1994 dem Museum gestiftet.


IN03920_01_3.3.Lebenszeit_Schule und Beruf_Stopfei
Inventarnummer 03920
Objektbezeichnung Stopfei
Datierung Nachkriegszeit II.WK
Material Holz; Plastik; Kunststoff
Breite / Länge  
Tiefe  
Höhe  
Durchmesser  
Sammlungszusammenhang Alltag, Feste und Freizeit; Bildungsgeschichte


04443_3.3_Lebenszeit_Schule und Beruf_Schulranzen
Inventarnummer 04443
Objektbezeichnung Schulranzen
Datierung 20. Jahrhundert
Material  
Breite / Länge  
Tiefe  
Höhe  
Durchmesser  
Sammlungszusammenhang Alltag, Feste und Freizeit; Bildungsgeschichte

Die Schultasche gehörte Hans Amsl, dem Sohn von Josef Amsl, der 1929 das bekannte und beliebte Rüsselsheimer Kino am Bahnhof, die „Schauburg“ errichtete. Als das Gebäude im Krieg zerstört wurde, baute Hans Amsl sie an gleicher Stelle wieder auf. Ab 1949 ging er für zwei Jahre bei seinem Vater in die Lehre. Die Tasche nutzte er für den Transport seiner Hefte und Lernmaterialien.


04672_3.3.Lebenszeit_Schule und Beruf_Jubiläumsgeschenk
04672.1_3.3.Lebenszeit_Schule und Beruf_Jubiläumsgeschenk
Inventarnummer 04672
Objektbezeichnung Wandschmuck Arbeitsjubiläum
Datierung 1950
Material Glas; Pappe; Metall
Breite / Länge 9,5 cm
Tiefe  
Höhe 7 cm
Durchmesser  
Sammlungszusammenhang Firmengeschichte Opel; Biographischer Bezug

Zu seinem 40-jährigen Arbeitsjubiläum bei der Firma Opel im Jahr 1950 erhielt der Vorbeisitzer dieses Erinnerungstäfelchen als Wandschmuck geschenkt. Auf der Vorderseite sind 40 Jubiläumsjahre mit einer Girlande und einem Hufeisen mit einem Kleeblatt abgebildet mit dem Widmungstext……. Auf der Rückseite ist Blumenschmuck zu sehen.


04861 001_3.3._Lebenszeit_Schule und Beruf
Inventarnummer 04861
Objektbezeichnung Gelenkstück, Gesellenstück
Datierung 1941
Material Stahl
Breite / Länge 10,7 cm
Tiefe 1,8 cm
Höhe 3,2 cm
Durchmesser  
Sammlungszusammenhang Sozial -und Arbeitsgeschichte; Technikgeschichte

Der Vorbesitzer lernte Maschinenschlosser bei der Firma Blöcher in der Elisabethenstraße, die Kellereimaschinen herstellte. Seine Facharbeiterprüfung legte er bei Opel ab und fertigte im Oktober 1941 das Gelenkstück als Gesellenstück nach einer Zeichnung aus einem Metallstück an.


05023 001_3.3.Lebenszeit_Schule und Beruf
Inventarnummer 05023
Objektbezeichnung Mini-Globus-politisch
Datierung 2004
Material Plastik
Breite / Länge  
Tiefe  
Höhe 21,5 cm
Durchmesser 17 cm
Sammlungszusammenhang Bildungsgeschichte; Alltag, Feste und Freizeit

05157 001_3.3.Lebesnzeit_Schule und Beruf_Federmäppchen
Inventarnummer 05157
Objektbezeichnung Schulmäppchen
Datierung 1960er Jahre
Material Leder; Gummi; Pappe; Metall
Breite / Länge 18,8 cm
Tiefe 1,5 cm
Höhe 7 cm
Durchmesser  
Sammlungszusammenhang Bildungsgeschichte

05207_3.3.Lebenszeit_Schule und Beruf_Schultasche rot
Inventarnummer 05207
Objektbezeichnung Ranzen; Schultasche
Datierung 1960er Jahre
Material Leder; Metall; Kunststoff
Breite / Länge 36,5 cm
Tiefe 10 cm
Höhe 26,0 cm
Durchmesser  
Sammlungszusammenhang Bildungsgeschichte; Sozial -und Arbeitsgeschichte

05209_3.3.Lebenszeit_Schule und Beruf_Eselsmütze
Inventarnummer 05209
Objektbezeichnung Eselskappe (Replik)
Datierung 1980er Jahre
Material Leinenstoff; Molton
Breite / Länge 31 cm
Tiefe 10,5 cm
Höhe 67 cm
Durchmesser  
Sammlungszusammenhang Bildungsgeschichte; Sozial -und Arbeitsgeschichte

Für eine demütigende Strafe bei schulischem Fehlverhalten war diese Eselskappe gedacht. Hatte sich ein Schulkind irgendwelche Verfehlungen zu Schulden kommen lassen, musste es die Eselskappe aufziehen, sich auf die Eselsbank setzen und sich ganz still verhalten, da ansonsten die angenähten Glöckchen läuteten. Nach Schulende musste es mit dem Kopfschmuck nach Hause laufen und war somit dem Gespött des ganzen Orts ausgesetzt. Die Kappe wurde nach historischen Vorbildern vom Stadt- und Industriemuseum nachgenäht. 


05273 001_3.3.Lebenszeit_Schule und Beruf_Endmaßkasten
Inventarnummer 05273
Objektbezeichnung Endmaßkasten
Datierung 1920
Material Holz; Stahl; Kunststoff; Filz;
Breite / Länge 33,5 cm
Tiefe 15,5 cm
Höhe 6,0 cm
Durchmesser  
Sammlungszusammenhang Handwerks-, Handels- und Industriegeschichte; Technikgeschichte

Der Endmaßkasten aus Jahr 1920 enthält kleine Blöcke aus gehärtetem Stahl. Sie sind in Holzschienen eingesteckt und dienten zum Prüfen und Kalibrieren von Messgeräten und Prüfmitteln.


05865 003_3.3.Lebenszeit_Schule und Beruf_Rechnschieber
Inventarnummer 05865
Objektbezeichnung Rechenschieber
Datierung 50er Jahre 20.Jh.
Material Holz; Kunststoff; Metall
Breite / Länge 30 cm
Tiefe 4,3 cm
Höhe 1,2 cm
Durchmesser  
Sammlungszusammenhang Bildungsgeschichte; Sozial -und Arbeitsgeschichte

Rechenschieber waren ein analoges Rechenhilfsmittel, mit dem man vor allem Berechnungen in den Grundrechenarten ausführen konnte. Bis zur Verbreitung von Taschenrechnern, die in den 1970er Jahren auf den Markt kamen, waren Rechenschieber in Schule, Hochschule und vor allem in technischen Berufen wie dem Ingenieurswesen unentbehrlich. Der abgebildete Rechenschieber aus den 1950er Jahren war von 1950 bis 1980 das Handwerkszeug des Vorbesitzers, der als Konstrukteur bei Opel arbeitete.


05891_3.3.Lebenszeit_Schule und Beruf_Stickmuster
Inventarnummer 05891
Objektbezeichnung Schulhandarbeit
Datierung 1886
Material Stramin; Wolle
Breite / Länge 35 cm
Tiefe 0,2 cm
Höhe 34 cm
Durchmesser  
Sammlungszusammenhang Bildungsgeschichte; Sozial -und Arbeitsgeschichte

Die Handarbeit von 1881 wurde von der Mutter der Vorbesitzerin, Auguste Wolf (1874-1934), im Schulunterricht angefertigt. Das rechteckige Stramindeckchen ist im Steppstich mit bunter Wolle bestickt. Vermutlich war es Aufgabe der Schülerinnen, verschiedene Motive auszuprobieren: römische Zahlen, Großbuchstaben des Alphabets, eine Widmung in Kleinbuchstaben, eine Jahreszahl und ein Monogramm, dazwischen sind gestickte Zierbänder und Blumen zu sehen.

Da die Pflege und Instandhaltung von Kleidung die traditionelle Aufgabe der weiblichen Familienmitglieder waren, wurden Mädchen im Laufe des 19. Jahrhunderte in den öffentlichen Schulen verstärkt in Handarbeiten wie im Stricken, Nähen, Flicken und Zuschneiden unterrichtet. Vor allem mit der fortschreitenden Industrialisierung hatte der Staat ein Interesse, Frauen und Mädchen in Arbeiterfamilien Handarbeitskenntnisse zu vermitteln. Mit der Reparatur von Kleidung konnten sie dazu beitragen, mit den schmalen Einkünften der Familie auszukommen.


05944.2 - Kopie_3.3.Lebenszeit_Schule und Beruf_Lineal
Inventarnummer 05944.2
Objektbezeichnung Dreieckslineal
Datierung Zweite Hälfte 20. Jh.
Material Holz; Stahl
Breite / Länge 32 cm
Tiefe 0,4 cm
Höhe 18,4 cm
Durchmesser  
Sammlungszusammenhang Bildungsgeschichte; Sozial -und Arbeitsgeschichte

05945 002 - Kopie_3.3.Lebenszeit_Schule und Beruf_Zirkelkasten
Inventarnummer 05945
Objektbezeichnung Zirkelkasten
Datierung Zweite Hälfte 20. Jh.
Material Holz; Samt; Papier; Metall
Breite / Länge 14,2 cm
Tiefe 2,3 cm
Höhe 5,3 cm
Durchmesser  
Sammlungszusammenhang Bildungsgeschichte; Sozial -und Arbeitsgeschichte

05946 - Kopie_3.3.Lebenszeit_Schule und Beruf_Füllfederhalter
Inventarnummer 05946
Objektbezeichnung Füllfederhalter "Geha"
Datierung 60er Jahre 20.Jh.
Material Kunststoff
Breite / Länge 13,4 cm
Tiefe  
Höhe 1,5 cm
Durchmesser 1,1 cm
Sammlungszusammenhang Bildungsgeschichte; Sozial -und Arbeitsgeschichte

05948_3.3_Lebenszeit_schule und Beruf_Tintenfass
Inventarnummer 05948
Objektbezeichnung Tintenfass "Pelikan"
Datierung Zweite Hälfte 20. Jh.
Material Glas; Kunststoff
Breite / Länge 5,6 cm
Tiefe 3,6 cm
Höhe 5,7 cm
Durchmesser  
Sammlungszusammenhang Bildungsgeschichte; Alltag, Feste und Freizeit; Sozial -und Arbeitsgeschichte

05980 - Kopie_3.3.Lebenszeit_Schule und Beruf_Schulspeisungsgeschirr
Inventarnummer 05980
Objektbezeichnung Schulspeisungsgeschirr
Datierung Nachkriegszeit II.WK
Material Aluminium
Breite / Länge 13,3 cm
Tiefe 10,5 cm
Höhe 13,2 cm
Durchmesser 10,7 cm
Sammlungszusammenhang Bildungsgeschichte; Sozial -und Arbeitsgeschichte; Alltag, Feste und Freizeit

Mit sieben Jahren kam die Vorbesitzerin des Geschirrs mit ihrer Familie nach Rüsselsheim. Als der Vater 1951 von seinem ersten Arbeitstag in Frankfurt nach Hause zurückkehrte, brachte er Apfelsinen mit, eine ungewohnte Köstlichkeit für das Kind in dieser Zeit. Die Familie wohnte in der Böllenseesiedlung in Häusern, die für Flüchtlinge und Vertriebene errichtet worden waren. Ortsansässige Eltern untersagten ihren Kindern, mit den Flüchtlingskindern zu spielen. Die Finanzlage der Familie war Anfang der 1950er Jahre schlecht, sie hatten immer Hunger, berichtete sie. Daher bildete die Schulspeisung zu diesem Zeitpunkt immer einen besonderen Höhepunkt des Tages. Die Mahlzeit wurde in der Lehrküche der Schule ausgegeben und jedes Kind musste sich dafür selbst Geschirr anschaffen. Ausgegeben wurden Kakao, Suppe oder Boullion. Diese zusätzlichen Nahrungsmittel hatten eine so große Bedeutung für sie, dass sie das Geschirr nicht nur 1962 mitnahm, als sie für ein Jahr zur Arbeit nach England ging, sondern bei jedem neuen Umzug: „Mit 18 Jahren, ich nahm keine Puppe oder ein anderes Andenken mit, aber das Töpfchen“, erzählte sie, als sie das Geschirr dem Museum schenkte.


06133 (1)
Inventarnummer 06133
Objektbezeichnung Jubiläumspokal
Datierung 1888
Material Messing, Zinn, versilbert
Breite / Länge  
Tiefe  
Höhe 14,5 cm
Durchmesser 9,8 cm
Sammlungszusammenhang Firmengeschichte Opel; Stadtgeschichte

1888, zum 25-jährigen Jubiläum der Firma Opel, weihte das Unternehmen eine neue Fabrikhalle in Rüsselsheim ein. Am gleichen Tag, an dem auch Sophie und Adam Opel ihren zwanzigsten Hochzeitstag feierten, ehrte die Firm auch ihre ersten langjährigen Mitarbeiter. Sieben Arbeiter wurden für ihre 20-jährigen Firmenzugehörigkeit ausgezeichnet und erhielten der oben abgebildeten Pokale.

Die Umschrift auf dem Pokal lautet: „Dem 20jährigen Verdienst gewidmet. Von Adam Opel Rüsselsheim a/M 1888“.


03861_3.3.Lebenszeit_Schule und Beruf_Jubiläumsgeschenk
Inventarnummer 03861
Objektbezeichnung Jubiläumsgeschenk
Datierung 2004
Material Metall; Filz
Breite / Länge 18,5 cm
Tiefe 13,4 cm
Höhe 22,2 cm
Durchmesser  
Sammlungszusammenhang Firmengeschichte Opel; Biographischer Bezug

IN07399.1_01_3.3.Lebenszeit_Schule und Beruf_Gesellenstück
Inventarnummer 07399.1
Objektbezeichnung Gesellenstück
Datierung 70er Jahre 20.Jh.
Material Stahl
Breite / Länge 9 cm
Tiefe 6,8 cm
Höhe 7,5 cm
Durchmesser  
Sammlungszusammenhang Bildungsgeschichte; Biographischer Bezug; Firmengeschichte Opel; Technikgeschichte

Der Vorbesitzer absolvierte 1971 seine Ausbildung zum Maschinenschlosser und fertigte hierfür sein Gesellenstück an, einen Schieber mit Verriegelung.


IN07399.2_01_3.3.Lebenszeit_Schule und Beruf_Ausbildungsordner
Inventarnummer 07399.2
Objektbezeichnung Ausbildungsbericht
Datierung 70er Jahre 20.Jh.
Material Pappe, Papier
Breite / Länge 29 cm
Tiefe 5 cm
Höhe 32 cm
Durchmesser  
Sammlungszusammenhang Biographischer Bezug; Bildungsgeschichte; Firmengeschichte Opel; Stadtgeschichte

Der Ausbildungsbericht von der Ausbildung zum Maschinenschlosser bei wurde vom Autor handschriftlich verfasst, ebenso wie die Konstruktionspläne. Der Aktenordner beinhaltet neben anderem dem Prüfungszeugnis, die Bewerbungsunterlagen als Lehrling, den Ausbildungsvertrag, den Ausbildungsplan sowie Wochenberichte und die Pläne für das Einheitsprüfstück für die Abschlussprüfung.


07660_3.3_Lebenszeit_Schule und Beruf_Jubuläumsurkunde_Romaker
Inventarnummer 07660
Objektbezeichnung Jubiläumsurkunde Johann Romaker
Datierung Nachkriegszeit II.WK
Material Papier; Glas; Holz
Breite / Länge 31,5 cm
Tiefe 1,7 cm
Höhe 42 cm
Durchmesser  
Sammlungszusammenhang Biographischer Bezug; Firmengeschichte Opel; Sozial -und Arbeitsgeschichte

Für seine 50-jährige Tätigkeit bei Opel erhielt Johann Romacker kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs, am 5. Juni 1945, die abgebildete Jubiläumsurkunde. Die Urkunde enthält u.a. den Schriftzug „Dem Werkskameraden Johann Romacker zur fünfzigjährigen Wiederkehr seines Eintritts in die Opel-Betriebsgemeinschaft“.