Lebenszeit
Heimat und Tradition
Was bedeutet Heimat für mich?
Gefühle von Heimat sind verbunden mit Erlebnissen, besonderen Menschen, Träumen oder Erinnerungen an Vergangenes: die eigene Stadt, eine Landschaft und ein schöner Ort, an dem man sich gern aufhält oder früher einmal war und den man vermisst. Heimat kann in der Lieblingsmusik von heute und gestern liegen, in vertrauten Hobbys und Aktivitäten. Rituale und Traditionen können Gefühle von Heimat vermitteln, ebenso wie besondere Schmuckstücke, Festtagskleidung oder die Sympathie für einen marokkanischen Fußballspieler wie in der Collage.
Unbekannte Schätze aus dem Depot

| Inventarnummer | 00975 |
| Objektbezeichnung | Banner zum 1. Mai |
| Datierung | 1975 |
| Material | Textil; Leinenstoff |
| Breite / Länge | 383 cm |
| Tiefe | |
| Höhe | 186 cm |
| Durchmesser | |
| Sammlungszusammenhang | Sozial -und Arbeitsgeschichte; Stadtgeschichte |
Das Transparent wurde für die Kundgebung am 1. Mai 1975 hergestellt und war auch in den Jahren 1976 und 1977 im Einsatz. Angefertigt wurde es von aus Griechenland stammenden Mitarbeitern bei Opel. Ins Deutsche übersetzt lautet der Schriftzug in der ersten Zeile: „Schöner 1. Mai“, in der zweiten Zeile „Internationaler Tag der Arbeitssolidarität“ sowie in der dritten Zeile „OPEL-Arbeiter“.

| Inventarnummer | 02344 |
| Objektbezeichnung | Wandteller |
| Datierung | 20. Jahrhundert |
| Material | Steingut |
| Breite / Länge | |
| Tiefe | |
| Höhe | |
| Durchmesser | 28,7 cm |
| Sammlungszusammenhang | Regionalbezug; Alltag, Feste und Freizeit |
Waldmotive als Wandschmuck auf Gemälden oder wie hier auf einem Wandteller waren und sind sehr beliebt. Häufig sind neben den Landschaften Mitteleuropas heimische Tierarten wie Rotwild, Wildschweine oder Vögel abgebildet. Oft werden diese Motive als Ausdruck von Heimatverbundenheit genutzt.
Der abgebildete röhrende Hirsch mit dem weiblichen Rotwild im Hintergrund stammt von dem Maler Gerhard Löbenberg (1891-1967), der für seine Tierdarstellungen, vornehmlich von Rotwild und Bären, bekannt und beliebt war. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde er besonders von Reichsmarschall Göring geschätzt, für den Gerhard Löbenberg u.a. auch ein Porträt anfertigte.
Auch nach 1945 wurden seine Arbeiten in Ausstellungen und Publikationen präsentiert.

| Inventarnummer | 03409 |
| Objektbezeichnung | Sammeltasse |
| Datierung | 1840er Jahre |
| Material | Porzellan |
| Breite / Länge | |
| Tiefe | |
| Höhe | 8 cm |
| Durchmesser | 15 cm |
| Sammlungszusammenhang | Regionalbezug; Stadtgeschichte |
Sammeltassen mit Porzellanmalerei waren im 19. Jahrhundert sehr beliebt. Die abgebildete Tasse zeigt eine romantisierende Darstellung des Landschaftsparks der Freifrau Wilhelmine von Verna mit Blick über den Main, im Hintergrund das Palais Verna und links die Rüsselsheimer Festung.

| Inventarnummer | 04038 |
| Objektbezeichnung | Kinderbild "Dorf- und Industriestadt" |
| Datierung | 90er Jahre 20.Jh. |
| Material | Acryl oder Kaseinfarbe?; Nessel |
| Breite / Länge | 120 cm |
| Tiefe | |
| Höhe | 120 cm |
| Durchmesser | |
| Sammlungszusammenhang | Regionalbezug; Sozial -und Arbeitsgeschichte |
Bei einer gemeinsamen Malaktion gestalteten ein Vater und sein vierjähriger Sohn in der Rüsselsheimer Kindertagesstätte Vollbrechtstraße 1997 dieses Bild. Es zeigt auf der rechten Seite das Heimatdorf des Vaters in Anatolien mit einer Landschaftsdarstellung und Bäumen sowie auf der linken Seite die Industriestadt Rüsselsheim als neues Zuhause der Familie. Für das Jahr 1998 brachte die Kita einen Kalender heraus, in dem auch das Bild abgedruckt war.

| Inventarnummer | 04496 |
| Objektbezeichnung | Opel-Seifenkiste |
| Datierung | 1950er Jahre |
| Material | |
| Breite / Länge | 200 cm |
| Tiefe | 90 cm |
| Höhe | 75 cm |
| Durchmesser | |
| Sammlungszusammenhang | Regionalbezug; Alltag, Feste und Freizeit |
Die Firma Opel engagierte sich von 1951 bis 1972 als Schöpferin und Schirmherrin für den Großen Opelpreis im Seifenkistenrennen der Deutschen Meisterschaft. Die Seifenkiste war im Rennen um die Bundesmeisterschaft 1954 im Einsatz.

| Inventarnummer | 04635 |
| Objektbezeichnung | Aktentasche |
| Datierung | 1930er Jahre |
| Material | Rindsleder |
| Breite / Länge | 40 cm |
| Tiefe | 9,5 cm |
| Höhe | 33 cm |
| Durchmesser | |
| Sammlungszusammenhang | Alltag, Feste und Freizeit; Sozial -und Arbeitsgeschichte; Biographischer Bezug |
Als einziges Gepäckstück brachte ein DDR-Flüchtling im März 1955 diese Aktentasche mit in die Bundesrepublik. In der Tasche transportierte er nur das Nötigste wie Unterwäsche, Waschzeug und Rasierutensilien. Alles andere ließ er in der DDR zurück.

| Inventarnummer | 04649 |
| Objektbezeichnung | Deckenlampe |
| Datierung | 1970er Jahre |
| Material | Eisen verchromt; Glas; Kunststoff; Stahl; Kupfer |
| Breite / Länge | |
| Tiefe | |
| Höhe | 58 cm |
| Durchmesser | 75 cm |
| Sammlungszusammenhang | Biographischer Bezug; Sozial -und Arbeitsgeschichte |
Eine junge Frau, geboren in Izmir in der Türkei, verließ mit 18 Jahren ihre Familie, um mit ihrem Mann nach Deutschland zu gehen. In der ersten Zeit lebten sie in Rüsselsheim in einem kleinen Zimmer, ausgestattet mit einem schmalen Bett und einem Tisch, Stühle gab es nicht. Nach der Geburt des ersten Kindes erhielten sie eine Zweizimmer-Wohnung in Mörfelden. Als die junge Mutter mit dem Kind zum ersten Mal die neue Wohnung betrat, war diese ganz leer. Es hing dort nur eine Deckenlampe, die ihr Mann neu gekauft hatte. Nur langsam richteten sie sich mit gebrauchten und geschenkten Sachen ein. Die Deckenlampe war das einzige neuwertige Einrichtungsstück. Anlässlich der Ausstellung „Angekommen in der Erinnerung“ im Jahr 2011 übergab die Besitzerin die Lampe dem Museum.


| Inventarnummer | 04697 |
| Objektbezeichnung | Kofferradio mit Plattenspieler |
| Datierung | 1970er Jahre |
| Material | Kunststoff; Metall |
| Breite / Länge | 28 cm |
| Tiefe | 8,3 cm |
| Höhe | 23,6 cm |
| Durchmesser | |
| Sammlungszusammenhang | Alltag, Feste und Freizeit; Regionalbezug; Sozial -und Arbeitsgeschichte |
Mehmet Sert, 1932 in der Türkei geboren, kam in den 1960er Jahren nach Deutschland, um hier zu arbeiten und anschließend in die Türkei zurückzukehren. Doch er blieb länger, als er eigentlich geplant hatte und holte schließlich auch seine Familie nach Rüsselsheim.
Mit dem Kofferradio mit integriertem Plattenspieler konnte er Schallplatten aus der Heimat sowie türkischsprachige Sendungen der Rundfunkanstalten hören. Es half ihm, die Verbindung zu seiner Heimat zu halten und gegen Heimweh zu kämpfen.

| Inventarnummer | 04698 |
| Objektbezeichnung | Fußballschuhe |
| Datierung | Erstes Viertel 21. Jh. |
| Material | Kunstfasern; Kunststoff |
| Breite / Länge | 30 cm |
| Tiefe | 11,5 cm |
| Höhe | 12 cm |
| Durchmesser | |
| Sammlungszusammenhang | Alltag, Feste und Freizeit; Sozial -und Arbeitsgeschichte |
Der Besitzer der Fußballschuhe spielte für den FC Türk Gücü Rüsselsheim 1991 e.V. Der 2009 geborene Spieler war der beste Torschütze der Main-Spitze-Liga. Er erzielte mehr als 100 der 128 Tore des Vereins in der Saison 2008/9. Seine Vorliebe galt besonderen Fußballschuhen. Er war der erste Spieler in seinem Verein, der mit gelben statt mit schwarzen Schuhen auf den Platz kam. Zu der Ausstellung „Angekommen in der Erinnerung“, 2011 übergab er dem Museum seine Fußballschuhe.

| Inventarnummer | 04877 |
| Objektbezeichnung | Aussteuertruhe |
| Datierung | ca. 1930 |
| Material | Holz; Eisen |
| Breite / Länge | 50 cm / 90 cm |
| Tiefe | |
| Höhe | 62 cm |
| Durchmesser | |
| Sammlungszusammenhang | Regionalbezug; Sozial -und Arbeitsgeschichte |
Die Aussteuertruhe von Anna-Maria Mück, geboren 1907 in Wien, wurde um 1930 in Bodenstadt, im heutigen Tschechien, hergestellt. Bis zu ihrer Hochzeit 1932 nutzte sie sie als Aussteuertruhe, später zur Aufbewahrung verschiedener Gegenstände oder als Laufstall. Als nach dem Zweiten Weltkrieg 1946 die deutsche Bevölkerung aus der damaligen Tschechoslowakei ausgewiesen wurde, musste auch die vierköpfige Familie ihre Heimat verlassen. Sie bekamen drei Tage Zeit, um ihre Sachen zu packen. Die Truhe wurde mit weißer Farbe mit dem Namen des Vaters und des Wohnorts „Mück Julius Bodenstadt N° 151“ beschriftet und diente von nun an als Transportkiste bei der Flucht.
Mit 8 Leintüchern, 4 Bettbezügen, 4 Kopfkissenbezügen, 4 Tischtüchern, ca. 12 Handtüchern, 6 Geschirrtüchern, 3x Unterwäsche pro Person, 2 Wintermänteln (Mutter, Tochter) 1 Herrenwinterjacke (Joppe), 1 warme Bubenjacke, Hemden, 1 Winterkleid, 2 Sommerkleider, Unterröcken, Schürzen, Kinderkleidung; 4 Paar Schuhen sowie einem Fotoalbum und einem kleinen weißen Gesangbuch beluden sie die Truhe, die sie bis nach Rüsselsheim begleitete.

| Inventarnummer | 05851.1-6 |
| Objektbezeichnung | Christbaumkugeln |
| Datierung | 30er Jahre 20. Jh. |
| Material | Glas;Metall; Draht; |
| Breite / Länge | 6 cm |
| Tiefe | |
| Höhe | 11 cm |
| Durchmesser | |
| Sammlungszusammenhang | Alltag, Feste und Freizeit |

| Inventarnummer | 06129.1 |
| Objektbezeichnung | Weinflasche "Rüsselsheimer Riesling 2013" |
| Datierung | 2014 |
| Material | Glas; Papier |
| Breite / Länge | |
| Tiefe | |
| Höhe | 30,4 cm |
| Durchmesser | 6,5 cm |
| Sammlungszusammenhang | Regionalbezug; Stadtgeschichte |
Das Etikett der Weinflasche der „Winzerfreunde Rüsselsheim 1985“ gestaltete die Künstlerin Sigrun Sulk mit dem Motiv: Der Leinreiter stößt mit Adam Opel an. Aufdruck „Prost Rüsselsheim“.

| Inventarnummer | 06155 |
| Objektbezeichnung | Weinflasche "Rüsselsheimer Riesling 2015" |
| Datierung | 2015 |
| Material | Glas, Kork, Papier |
| Breite / Länge | |
| Tiefe | |
| Höhe | 30,5 cm |
| Durchmesser | 6,5 cm |
| Sammlungszusammenhang | Regionalbezug; Stadtgeschichte |
Das Etikett des „Rüsselsheimer Riesling 2015“ der Winzerfreunde Rüsselsheim 1985 trägt das Motiv „Das Leben ist schön…“ der Künstlerin Heike Eberts-Schad.

| Inventarnummer | 06253 |
| Objektbezeichnung | Handsignierter Kunstdruck |
| Datierung | 1995 |
| Material | Papier, Pappe, Glas, Metall |
| Breite / Länge | |
| Tiefe | |
| Höhe | |
| Durchmesser | |
| Sammlungszusammenhang | Regionalbezug; Stadtgeschichte; Biographischer Bezug |
Der Rüsselsheimer Künstler und Illustrator Bengt Fosshag schuf diesen handsignierten Kunstdruck „Allen Nichtrüsselern gewidmet“ im Jahr 1995 zum Thema Fremdenfeindlichkeit.

| Inventarnummer | 06265 |
| Objektbezeichnung | Plastiktüte "Kaufhaus Jeske" |
| Datierung | 90er Jahre 20.Jh. |
| Material | Plastik |
| Breite / Länge | 61 cm |
| Tiefe | 0,6 cm |
| Höhe | 53,5 cm |
| Durchmesser | |
| Sammlungszusammenhang | Unternehmensgeschichte; Stadtgeschichte; Handwerks-, Handels- und Industriegeschichte |
Der Kaufmann Hilbert Jeske eröffnete in den 1950er Jahren sein erstes Ladengeschäft in einer umgebauten Garage in der Darmstädter-Straße in Rüsselsheim. Zuvor hatte er seine Waren in einem Verkaufsstand vor dem Opel-Hauptportal verkauft. Im Laufe der Jahrzehnte entstanden verschiedene andere Filialen des Kaufhauses Jeske in der Stadt, bis die Inhaber im Juni 1993 das letzte Geschäft ihrer Firma in der Innenstadt schlossen. Auch das Wohnhaus in der Marktstraße 26 wurde im Oktober 2017 verkauft.
Jahrzehnte lang dienten Einkaufstaschen aus Plastik auch als Werbeträger von Läden und Geschäften. Nachdem ab 2015 die Menge von Plastiktüten in der EU aus Gründen des Umweltschutzes reduziert wurde, dürfen seit dem 1. Januar 2022 dürfen Händler keine Kunststofftragetaschen mehr ausgeben, deren Material eine bestimmte Stärke unterscheitet.

| Inventarnummer | 06285.1 |
| Objektbezeichnung | Werbeschild |
| Datierung | Erstes Viertel 21. Jh. |
| Material | Kunststoff |
| Breite / Länge | 50 cm |
| Tiefe | 0,1 cm |
| Höhe | 50 cm |
| Durchmesser | |
| Sammlungszusammenhang | Unternehmensgeschichte; Stadtgeschichte; Handwerks-, Handels- und Industriegeschichte |

| Inventarnummer | 06815.1 |
| Objektbezeichnung | Wandteller mit Rüsselsheimer Motiv |
| Datierung | Erste Hälfte 20. Jh. |
| Material | Porzellan |
| Breite / Länge | |
| Tiefe | |
| Höhe | |
| Durchmesser | |
| Sammlungszusammenhang | Regionalbezug; Stadtgeschichte |
Der Wandteller entstammt einer dreiteiligen Serie mit verschiedenen Rüsselsheim-Motiven wie dem historischen Brunnen in Bauschheim und der Rüsselsheimer Festung.


| Inventarnummer | 07125 |
| Objektbezeichnung | Fassadenfragment des Rüssselsheimer Karstadt-Hauses |
| Datierung | 70er Jahre 20.Jh. |
| Material | Beton; Stahl |
| Breite / Länge | |
| Tiefe | |
| Höhe | |
| Durchmesser | |
| Sammlungszusammenhang | Regionalbezug; Stadtgeschichte; Stadtgeschichte |
Das Fragment ist Teil einer Betonstütze des ehemaligen Karstadtgebäudes in Rüsselsheim gewesen. Es hat einen quadratischen Querschnitt; an der Unterseite ist die Stahlarmierung sichtbar.
Die Fassade des früheren Kaufhauses am Friedensplatz, 1969 erbaut und 1977 vom Karstadt-Konzern übernommen, wurde 1988 von der Rüsselsheimer Künstlergruppe „Wendemaler“ neu gestaltet. Die zunächst drei-, dann zweiköpfige Gruppe mit ihren Mitgliedern Susanne Radau, Uwe Wenzel und Martin Kirchberger hatte bereits seit Beginn der 1980er Jahre mit ihren originellen Fassadengestaltungen Aufmerksamkeit erregt. Sie war bis in die 1990er Jahre in Rüsselsheim, aber auch in anderen Städten des Rhein-Main-Gebiets aktiv, bis Martin Kirchberger bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam.
Ausgehend von einem historischen Foto der Frankfurter Straße aus dem Jahr 1888 auf der einen Seite und den Konstruktionszeichnungen des Kaufhausgebäudes auf der anderen Seite täuschte die Gruppe mit ihrem Motiv auf der Kaufhausfassade eine nicht vorhandene Dreidimensionalität vor. Die „Wendemaler“ gestalteten eine „Wendewand“, angelehnt an einen damaligen Ausstellungsbereich im Rüsselsheim Stadtmuseum, die durch einen aufgemalten Kippschalter scheinbar umgeschaltet werden konnte.
Beim Abriss des Karstadt-Gebäudes im Jahr 2020 sicherte die Gewobau ein Fassadenfragment für das Stadt- und Industriemuseum und veranlasste darüber hinaus eine Fotodokumentation der ursprünglichen Fassadengestaltung. Das gesicherte Stück gehörte früher zum aufgemalten Kirchturm mit Dach- und Rundfenster.

| Inventarnummer | 07142 |
| Objektbezeichnung | Weinflasche "Rüsselsheimer Riesling 1989" |
| Datierung | 80er Jahre 20.Jh. |
| Material | Glas; Kork; Papier |
| Breite / Länge | |
| Tiefe | |
| Höhe | 35,1 cm |
| Durchmesser | 7,5 cm |
| Sammlungszusammenhang | Regionalbezug; Stadtgeschichte |
Es handelt sich um eine volle Flasche aus grünem Glas mit einer hohen, schlanken Form und langgezogenem Flaschenhals. Die Flaschenkapsel ist goldfarben und vermutlich aus Aluminium oder Kunststoff, auf ihrer Oberseite befindet sich das Stadtwappen von Rüsselsheim. Weinanbau hat in Rüsselsheim eine lange Tradition. Die weltweit erste urkundliche Erwähnung der Rebsorte Riesling stammt aus Rüsselsheim. Sie wird in einer Rüsselsheimer Rechnung eines am 13. März 1435 beginnenden Rechnungsjahres aufgeführt.

| Inventarnummer | 07143 |
| Objektbezeichnung | Weinflasche "Rüsselsheimer Riesling 2014" |
| Datierung | Erstes Viertel 21. Jh. |
| Material | Glas; Kork; Papier |
| Breite / Länge | |
| Tiefe | |
| Höhe | 30,5 cm |
| Durchmesser | 6,8 cm |
| Sammlungszusammenhang | Regionalbezug; Stadtgeschichte |
Bacchus, der Gott des Weines, schaut über seine linke Schulter zum Betrachter. In seiner linken Hand hält er ein gefülltes Weinglas auf Augenhöhe, gekleidet ist er mit einem weißen Gewand, um das ein rotes Band gewickelt ist. Auf seinem Kopf trägt er einen Kranz und in seiner rechten Hand hält er ein Zepter. Das Motiv der Flasche der Winzerfreunde Rüsselsheim 1985 wurde von dem Künstler Hans Diebschlag gestaltet.

| Inventarnummer | 07666 |
| Objektbezeichnung | Plakat "Deutsches Seifenkisten-Derby" |
| Datierung | 60er Jahre 20.Jh. |
| Material | Papier |
| Breite / Länge | 42 cm |
| Tiefe | 0,1 cm |
| Höhe | 59,5 cm |
| Durchmesser | |
| Sammlungszusammenhang | Alltag, Feste und Freizeit; Regionalbezug |

| Inventarnummer | 07711 |
| Objektbezeichnung | Reisekoffer |
| Datierung | 60er Jahre 20.Jh. |
| Material | Vulkanfiber (?), Pappe, Metall, Papier |
| Breite / Länge | 75 cm |
| Tiefe | 20,5 cm |
| Höhe | 47,8 cm |
| Durchmesser | |
| Sammlungszusammenhang | Sozial -und Arbeitsgeschichte; Firmengeschichte Opel |
Den Koffer brachte ein Arbeitssuchender zu Beginn der 1960er Jahre aus Griechenland mit nach Deutschland. In großen Buchstaben wurden sein Name und das Ziel seiner Reise „Frankfurt“ auf den Koffer geschrieben. Auch wenn es zunächst nicht so geplant war, wurde Rüsselsheim zu seiner neuen Heimat. Im Rahmen der Ausstellung „Angekommen in der Erinnerung“ war der Koffer 2011 schon einmal im Museum ausgestellt. 2025 erhielt ihn das Museum endgültig als Geschenk für seine Sammlung.

| Inventarnummer | 07835 |
| Objektbezeichnung | Gemälde "Altes Opelkraftwerk" |
| Datierung | 20. Jahrhundert |
| Material | Leinwand, Holz, Metall |
| Breite / Länge | 148 cm |
| Tiefe | 7 cm |
| Höhe | 108 cm |
| Durchmesser | |
| Sammlungszusammenhang | Regionalbezug; Stadtgeschichte |
Der Blick geht über einen Feldweg und Büsche zum Mainufer, das mit Bäumen gesäumt ist. Auf der anderen Flussseite ist der Opelhafen mit dem Kohlekraftwerk zu erkennen, das 1937 seinen Betrieb aufnahm. Aus seinen beiden Schornsteinen steigt Rauch auf. Ebenso aus einem hohen Schornstein in der Bildmitte, der hinten im Werksgelände steht. Links daneben ist ein großer Kirchenbau zu erkennen. Auf dem Main ist ein Dampfschlepper unterwegs, der zwei Kähne im Schlepp hat.
Im Jahr 1998 wurde das mit Kohle betriebene Opel-Kraftwerk stillgelegt und die Energieerzeugung einem neuen, moderneren Kraftwerk übertragen. Zugleich wurde auch der Hafen geschlossen. Bis zu seinem Abriss blieb das stillgelegte Kraftwerk jedoch als wichtige Landmarke der Industriekultur bestehen.

| Inventarnummer | 07910.1; 07910.3; 07910.4; 07910.5; 07910.7; 07910.9 |
| Objektbezeichnung | Konvolut: Hessentagsdress Damen Unterrock, Röcke, Jacke, Cul de Paris |
| Datierung | Erstes Viertel 21. Jh. |
| Material | Textil |
| Breite / Länge | |
| Tiefe | |
| Höhe | |
| Durchmesser | |
| Sammlungszusammenhang | Alltag, Feste und Freizeit; Regionalbezug |
Aus Anlass des Hessentags in Rüsselsheim 2017 wurde von der Rüsselsheimer Mode-Designerin Anastasia Liebe für das Hessentagspaar Selma Kücükyavuz und Marcel Sedlmayer Kleidung nach historischen Vorbildern angefertigt. Orientiert hatte sich die Designerin dabei an Modeelementen der Gründerzeit, wie sie auch an der Kleidung des Unternehmerehepaars Sophie und Adam Opel zu finden gewesen sein werden. Für seine öffentlichen Auftritte erhielt die Dame des Hessentagspaars zwei identische Kleidermodelle. Auch für den Herrn gab es einen nach historischem Modell geschneiderten Anzug.

| Inventarnummer | 08077 |
| Objektbezeichnung | Olympiaanzug |
| Datierung | 1972 |
| Material | Textil |
| Breite / Länge | 47 cm |
| Tiefe | |
| Durchmesser | |
| Höhe | 150 cm |
| Sammlungszusammenhang | Biographischer Bezug |
Der 10. September 1972 ist bis heute für Hockeyfans ein besonderer Tag. Im Finale des olympischen Hockeyturniers trifft Gastgeber Deutschland auf Pakistan, den amtierenden Weltmeister. Doch es ist der Außenseiter, der das Finale für sich entscheidet. Mit dabei: Peter Kraus aus Rüsselsheim, der als Torwart des RRK maßgeblichen Anteil an dem Überraschungserfolg hatte. Der Olympiaanzug von Peter Kraus ist eine der jüngsten Neuzugänge in der Museumssammlung. Er bildet ein wichtiges Puzzlestück für die Dokumentation der Rüsselsheimer Sportgeschichte, die in der aktuellen Sammlung noch nicht ausreichend repräsentiert ist.

Foto: Stadtarchiv Rüsselsheim

Foto: Stadtarchiv Rüsselsheim

Foto: Stadtarchiv Rüsselsheim

Foto: Stadtarchiv Rüsselsheim
| Inventarnummer | F 594; F 160; F118; F 169 |
| Objektbezeichnung | Konvolut Familie Rieffel |
| Datierung | 1. Hälfte 20. Jh. |
| Material | |
| Breite / Länge | |
| Tiefe | |
| Durchmesser | |
| Höhe | |
| Sammlungszusammenhang | Stadtgeschichte, Biographischer Bezug |
Wilhelm Rieffel wurde 1880 im Elsass geboren, um 1905 kam er mit seiner Frau Katharina nach Rüsselsheim, zwei Töchter wurden geboren und die Familie baute sich ein Haus in der Alten Kirchstraße. Bei seiner Geburt war das Elsass Teil des Deutschen Reichs. Doch da es nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wieder zu Frankreich gehörte, wurde der Familie 1926 eine Einbürgerungsurkunde ausgestellt, in der bescheinigt wurde, dass alle nun die Staatsangehörigkeit des Volksstaates Hessen erhielten und „damit Deutsche geworden“ sind, obwohl er auf dem Gbeiet des Deutschen Reiches geboren worden war

| Inventarnummer | 08071 |
| Objektbezeichnung | Ramadan-Kalender ("Iftarlender") |
| Datierung | Erstes Viertel 21. Jh. |
| Material | Pappe, Kunststofffolie, Kunststoffform innen, gefüllt mit Schokoladenstückchen |
| Breite / Länge | 25,5 cm |
| Tiefe | 1,1 cm |
| Höhe | 35 cm |
| Durchmesser | |
| Sammlungszusammenhang | Alltag, Feste und Freizeit; Sozial -und Arbeitsgeschichte |
Der Ramadan-Kalender verbindet die Tradition der Adventskalender in Deutschland mit der islamischen Fastenzeit, dem Ramadan.
Der Kalender ist auf der Vorderseite mit Motiven einer Fantasiestadt im türkisch-arabischen Raum bedruckt. Gezeigt werden Gebäude mit Zwiebeltürmen, an deren Spitzen Halbmonde oder Sterne angebracht sind, rund- und spitzbogige Fenster sowie eine farbige Bemalung. Vor den Gebäuden ist ein Platz mit verschiedenen Verkaufsständen zu sehen, an denen Männer und Frauen Gefäße, Früchte, Lampen, Datteln und Teppiche verkaufen.
Über die Fläche verteilt sind perforierte Felder mit der Nummerierung von 1 bis 30 zum Öffnen der Fächer, die Schokolade enthalten. Das letzte Fenster soll am Ende des Ramadans zum Fastenbrechen, zum Iftar, geöffnet werden.
Ramadan-Kalender gehören eigentlich nicht zur islamischen Tradition. Über ihren Ursprung gibt es verschiedene Geschichten. Um 2015 erschienen die ersten Ramadan-Kalender für Kinder und Erwachsene in der Öffentlichkeit. Laut einem Pressebericht entwickelte z.B. 2016 eine muslimische Frankfurterin einen Kalender für Erwachsene, deren Inhalt beim Fastenbrechen an jedem Abend als kleine Belohnung für die Mühen des Fastens dienen sollte. Die Kalender sollten ein „Zeichen gelungener kultureller Symbiose“ sein. Hinter den Türchen befand sich Vollmilchschokolade mit Datteln, um an die Tradition des Fastenbrechens mit Datteln und Milch zu erinnern. Zunächst wurden die Kalender nur in Eigenregie verkauft, später waren sie auch in Supermärkten zu haben. Daneben gibt es heute spezielle Ausführungen für Kinder, wie beim abgebildeten Kalender, die Schokolade enthalten.

| Inventarnummer | 08072 |
| Objektbezeichnung | Filzmütze, Sammlermütze |
| Datierung | 50er Jahre 20.Jh. |
| Material | Filz; Kunststoff; Metall |
| Breite / Länge | |
| Tiefe | |
| Höhe | 8 cm |
| Durchmesser | 15 cm |
| Sammlungszusammenhang | Bildungsgeschichte; Regionalbezug; Sozial -und Arbeitsgeschichte |
Die Mütze in Kindergröße ist aus zwei roten und zwei grünen dreieckigen Filzsegmenten zusammengenäht und mit weißem Rand eingefasst. An der Mütze sind Souveniranstecker angebracht, die der Vorbesitzer besucht hat. Hierzu gehören ein Aufnäher, der eine Ortsansicht von Rüdesheim am Rhein und das Niederwalddenkmal zeigt. Andere erinnern an einen Besuch in „Marienthal“ oder die Brückeneinweihung in Mainz 1950. Ein besonderer Anstecker stammt aus Rüsselsheim: Unter dem Ortsnamen hängt aus blauem Kunststoff in Miniaturgröße der „Raketenwagen“ von Fritz von Opel. Dieser stellte im Mai 1928 mit 238 Stundenkilometern in seinem Raketenwagen auf der Berliner Avus einen Geschwindigkeitsrekord auf.

| Inventarnummer | 8080 |
| Objektbezeichnung | Schallplatte |
| Datierung | um 1970 |
| Material | Vinyl, Pappe, Kunststoff |
| Breite / Länge | |
| Tiefe | |
| Höhe | |
| Durchmesser | 34 cm |
| Sammlungszusammenhang | Regionalbezug; Stadtgeschichte; Alltag, Fest und Freizeit |
Um 1970 nahmen 18 Rüsselsheimer Chöre und andere kulturelle Vereine Lieder aus ihrem Repertoire für eine Schallplatte auf. Mit der Produktion der Schallplatte „Musikalische Grüße aus Rüsselsheim“ und der damit verbundenen Dokumentation des kulturellen Lebens war auf Seiten der Stadt der Wunsch verknüpft, die Verbundenheit der Einwohnerinnen und Einwohner mit Rüsselsheim zu fördern und zu stärken, so Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Storsberg (1966-1981), in seiner Widmung auf der Rückseite des Schallplattencovers.

Foto: Stadtarchiv Rüsselsheim
| Inventarnummer | F646 |
| Objektbezeichnung | Foto Schlachterei Treber |
| Datierung | um 1900 |
| Material | Papier |
| Breite / Länge | 13,5 cm |
| Tiefe | |
| Höhe | 8,5 cm |
| Durchmesser | |
| Sammlungszusammenhang | Stadtgeschichte; Alltag, Fest und Freizeit; Biografischer Bezug |