Führung
So, 28. August / 15 Uhr
Synagoge Rüsselsheim
Rechte: Stadt- und Industriemuseum 

Jüdisches Leben in Rüsselsheim

1845 entstand im kleinen Landstädtchen Rüsselsheim eine neue Synagoge. Die jüdische Gemeinde existierte schon viel länger. Bereits für das Jahr 1660 sind zwei jüdische Einwohner namentlich erwähnt. Wenige Spuren dieser kleinen jüdischen Gemeinde sind heute noch sichtbar. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Rundgangs begeben sich in der Rüsselsheimer Innenstadt auf die Spuren jüdischen Lebens. In Familiengeschichten und Einzelbiographien wird dabei ein Stück verloren gegangener städtischer Vielfalt sichtbar. Die Läden jüdischer Geschäftsleute oder Häuser aus dem Besitz Rüsselsheimer Juden sind Stationen dieses Rundgangs. Der Spaziergang durch die Rüsselsheimer Innenstadt endet in der ehemaligen Synagoge. Das Gebäude wurde während der Reichspogromnacht 1938 zwar verwüstet und seiner Einrichtung beraubt, ging jedoch nicht in Flammen auf, da dort der nichtjüdische Hausmeister untergebracht war. Anhand einer berührenden filmischen Rekonstruktion können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hier erfahren, wie das Gebäude vor seinem entstellenden Umbau ausgesehen hat und sich über das Ende der jüdischen Gemeinde in Rüsselsheim informieren. Heute wird das Gebäude durch eine gemeinnützige Stiftung unterhalten und mit Leben erfüllt.

In Kooperation mit der Stiftung Alte Synagoge

 

Treffpunkt: Eingang des Rüsselsheimer Rathauses
Teilnahme: kostenfrei