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Aufgrund des Pandemie-Geschehens muss der Lyrikabend leider ausfallen! +++

Lyrikabend

Do, 25. November / 19 Uhr 

gemaltes Bild; Mann und Frau tanzen miteinander; Beschriftung: "Beziehngsweise"
Bengt Fosshag

“BEZIEHUNGSWEISEN” Lyrik mit Thomas Adamczak 

“Fritze
Nun mag ich auch nicht länger leben,
verhasst ist mir des Tages Licht, 
denn sie hat Franze Kuchen gegeben;
mir aber nicht.”

In dem Gedicht von Matthias Claudius wird eine besondere Beziehungssituation verdeutlicht. So wie in diesem Gedicht werden in vielen anderen Gedichten zum Thema “Mutter, Vater, Kind” wirkmächtige Erfahrungen literarisch gestaltet, die uns ansprechen und berühren. Familien sind nicht nur Orte der Geborgenheit und der emotionalen Wärme, sondern auch ein Macht- und Herrschaftssystem mit vielfältigen Konflikten. Die ausgewählten Gedichte sollen inspirieren, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und mit der Kunstform Lyrik einen Zugang zu finden.

Eintritt 7 Euro, ermäßigt 4 Euro, Mitglieder des Kunstvereins frei

Eine Veranstaltung des Kunstvereins Rüsselsheim e.V.


Vortrag

Do, 2. Dezember / 19 Uhr

Gruppe von Menschen, teilweise sitzend; zentral steht ein Mann mit einem Umhängeschild "Ich trage kein Messer. Ich will niemanden niederstechen"
Stadtarchiv, Walter Keber

„Wir sind alle Fremdarbeiter!“ – Migration und soziale Bewegung im Westdeutschland der 1960er und 1970er Jahre

Migration und Soziale Bewegungen prägten die Gesellschaft der Bundesrepublik in den 1960er und 1970er Jahre wie kaum ein anderes Phänomen. Dennoch werden diese beiden Konstanten des sozialen Wandels meist getrennt betrachtet. Wie haben sich Gewerkschaften und die sogenannten Achtundsechziger mit der Zuwanderung von Millionen von Arbeiter*innen auseinandergesetzt? Und wie haben Migrant*innen Einfluss auf die sozialen Bewegungen der Bundesrepublik genommen? Der multimediale Vortrag geht auf verschiedene wilde Streiks sowie betriebliche und außerbetriebliche Protestformen ein und verdeutlicht wie entscheidend Migration und der gesellschaftliche Wandel der 1970er Jahre zusammenhängen.

Simon Goeke ist Mitarbeiter des Münchner Stadtmuseums und forscht zu migrantischen Kämpfen in und außerhalb der Arbeitswelt


Vortrag

Do, 9. Dezember / 19 Uhr

textiler Banner mit der Aufschrift "Keine Startbahn West"; davor Redner und eine Gitarre
Stadtarchiv, Walter Keber

„Man muß den Kampf in der Fabrik in den weltweiten Kampf gegen das Kapital einordnen“. Soziale Kämpfe im städtischen Raum der 1970er Jahre

Wilde Streiks, Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg, Versammlungen gegen den Militärputsch in Chile, Bürgerinitiativen in Neubaugebieten und Proteste gegen die Wohnsituation ausländischer Arbeiter/innen in den Werkswohnheimen – das sind nur einige Konflikte, die zu Beginn der 1970er Jahre auch in Rüsselsheim im Betrieb und auf der Straße verhandelt wurden. Zum Ende der Dekade hin bewegten Asylpolitik und der Bau der Startbahn West des Frankfurter Flughafens die Bürgerinnen und Bürger. Die Historikerin Freia Anders unternimmt einen Streifzug durch die Protestgeschichte.

Freia Anders arbeitet an der JGU Mainz und forscht zur Geschichte sozialer Bewegungen.