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Atelier zu Besuch

Do, 23. September / 19 Uhr


Fides Becker, Spiegelsaal, 2020, Acryl und Eitempera auf Leinwand, 180 x 125 cm

Architektur* - „Atelier zu Besuch“ mit Fides Becker

In der Reihe „Atelier zu Besuch“ schaut am 23. September die Wormser Malerin Fides Becker im Stadt- und Industriemuseum vorbei. Sie hat an der Städelschule in Frankfurt am Main, an der Willem de Kooning Akademie in Rotterdam und an der Akademie der Künste in Berlin studiert.

Aktuell setzt sie sich mit Architektur im weiteren Sinne auseinander. „Mich interessieren dabei die Spuren, die die Menschen hinterlassen haben. Diese verleihen Räumen, Fassaden und Einrichtungsgegenständen eine besondere Geschichte, die sowohl private als auch öffentliche Befindlichkeiten zum Ausdruck bringen. Damit knüpfe ich auch an die aktuelle Debatte über die veränderte Wohnraumsituation – die Gentrifizierung –  an.“ Zum Atelier zu Besuch wird sie Bilder mitbringen, die Spuren vergangener Epochen zeigen und in ihrer morbid-romantischen Anmutung etwas Geheimnisvolles bergen.

Fides Beckers Arbeit erfuhr vielfältige Auszeichnungen. So war sie unter anderem Artist in Residence im Künstlerhaus Balmoral in Bad Ems, Artist in Residence der Stadt Frankfurt in Salzburg, erhielt das Reisestipendium der Hessischen Kulturstiftung für New York und war Künstler in Residence des Landes Rheinland-Pfalz an der City Internationale des Arts, Paris. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Frankfurt am Main und in Berlin.

Teilnahmebeitrag: 5,00 Euro, Mitglieder des Kunstvereins haben freien Eintritt
Begrenzte Teilnahmezahl, Voranmeldung nötig


Begleitveranstaltung Echt Ich!

So, 26. September / 15 Uhr


Echt ich! im Gespräch

Ein Austausch über Kunst mit Künstlern und Künstlerinnen der Ausstellung
Moderation: Prof. Dr. Christian Spies (Universität zu Köln) und Steffen Walther (WfB Rhein-Main e.V.)

Teilnahmebegrenzung; Anmeldung und Kartenvorverkauf unter 06142 83-2950 oder museum@ruesselsheim.de

»weitere Informationen zur Ausstellung


Filmvorführung

Di, 28. September / 19 Uhr


Luft zum Atmen – 40 Jahre Opposition bei Opel in Bochum

Der Dokumentarfilm Luft zum Atmen erzählt die Geschichte der Arbeiter, die seit den 1970er Jahren als Gruppe oppositioneller Gewerkschafter (GoG) Betriebsarbeit im Opel-Werk Bochum leisteten. Die Kollegen berichten über ihren Einsatz gegen Schikane von  kranken Arbeitern und Kündigungen, über die Organisation von Bildungsurlauben und den Versuch, direkte Solidarität mit den Belegschaften anderer Werke herzustellen. Ihre Aktivitäten kulminierten schließlich im wichtigsten Wilden Streik der deutschen Nachkriegsgeschichte, als die Belegschaft im Oktober 2004 sechs Tage lang das Werk besetzte und die Produktion in ganz Europa lahmlegte. Der Film zeigt die Erfolge und Grenzen einer unbeirrten Betriebspolitik von unten. Im Anschluss wird die Regisseurin Johanna Schellhagen zur Diskussion zur Verfügung stehen.

(D 2019, 70 min, Regie: Johanna Schellhagen/labournet.tv)

 

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe „Macht kaputt was Euch kaputt macht“ - Die wilden 1970er Jahre in Rüsselsheim finden Sie »hier.

 


Kuratorenführung

So, 10. Oktober / 14 Uhr


Kuratorenführung durch die Ausstellung "Corona im Rückspiegel. Arbeitsalltag in der Krise"

Die Ausstellung wirft den Blick zurück auf die 18 Monate seit dem Shutdown im März 2020. Wie veränderte sich der Arbeitsalltag, als es plötzlich statt Büro und Werkshalle, Homeoffice oder Kurzarbeit hieß? Wie erging es den in „systemrelevanten“ Berufen Tätigen, die mit einem Mal als Alltagshelden beklatscht wurden? Die Schau gibt persönliche Einblicke in die Krisenerfahrung von Menschen aus unterschiedlichen Berufen und Branchen, verarbeitet in künstlerischen Porträtfotografien, und zeigt Objekte zum Umgang mit der neuen Realität. Besucher*innen können die Ausstellung mit ihren Wünsche für eine Zeit "danach" bereichern und Sammelungsempfehlungen hinterlassen.
 
Eintritt frei
Teilnehmerbegrenzung, Anmeldung unter 06142 83-2950 oder museum@ruesselsheim.de
 
Weitere Informationen: www.museum-ruesselsheim.de/corona

Seniorennachmittag

Mi, 13. Oktober / 14 bis 16 Uhr


Aus alt mach neu

Bei der Kooperationsveranstaltung mit dem Haus der Senioren Rüsselsheim geht es um das Thema „Aus alt mach neu. Vom Reparieren, Selbermachen und Umarbeiten“. „Zu schade zum Wegwerfen“ war ein häufiger Gedanke in Zeiten des Sparens, in denen z.B. alte Zeitungen zu einem beliebten Hilfsmittel zum Anfeuern, Basteln oder Einpacken wurden. Mit kleinen Tricks wie dem Umarbeiten von Kleidung, dem Auftrennen von Wollpullovern oder dem Bügeln von Geschenkpapier konnte die Lebenszeit von Alltagsdingen verlängert und dem Mangel ein Schnippchen geschlagen werden. In der Ausstellung werfen die Teilnehmenden einen Blick zurück auf die Bewältigung des Alltags vergangener Zeiten.

Teilnahme nur mit Anmeldung.

Eintritt: 4 Euro

 


Vortrag

Do, 4. November / 19 Uhr


Stadtarchiv, Walter Keber

„Wir bauen ein Gegenmanagement auf…“

Die Rüsselsheimer Opel-Belegschaft und ihre Interessenvertretung in den 1970er und -80er Jahren

Der Name Richard Heller steht bis heute für eine Ära innovativer Betriebsratsarbeit bei Opel Rüsselsheim. 1975 hatte er mit einer neuen Generation zuvor oppositioneller Gewerkschaftsvertreter die Wahlen zur Personalvertretung gewonnen. Ihr konfliktorientiertes Konzept zielte darauf, die Arbeitsplätze zu sichern: Das bis dahin zwei Jahrzehnte lang erfolgreiche Modell sozialpartnerschaftlicher Mitbestimmung hatte an Boden verloren, als die Rezession 1966/67 und die Ölkrise 1973 Massenentlassungen nach sich zogen. Der Historiker Rainer Fattmann zeichnet die Geschichte dieses an den Bedürfnissen der Mitarbeiter orientierten Betriebsrats nach, der es erstmals wagte, auch Fragen des Umweltschutzes und der gesellschaftlichen Folgekosten der Automobil­nutzung zu thematisieren.

Rainer Fattmann publiziert zur Geschichte der industriellen Beziehungen und zur internationalen Gewerkschaftsgeschichte.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe „Macht kaputt was Euch kaputt macht“ - Die wilden 1970er Jahre in Rüsselsheim finden Sie »hier.